Robin Hood

Small_Robin_drawingRobin Hood wurde nach Erzählung in einem Dorf in Notting hamshire geboren und wohnte bei seinem  Onkel, dem Gutsherrn von Gamewell. Als Robin eines Tages wieder einmal von einer Reise zurückkam, war sein Onkel gestorben. Die Mönche, die ihm bei seinem Tode beigestanden waren, hatten das Haus in Besitz genommen. Das war ein schwerer Schlag für den armen Robin, denn er war als Edelmann erzogen worden und hatte kein Handwerk gelernt und war nicht imstande, sich sein Unterhalt zu  verdienen.

Daher wollte er in den Sherwood Wald zu gehen und dort von dem zu leben, was er sich mit einem Bogen beschaffen konnte. Bald zog sein Ruhm eine Anzahl junger Männer an, die sich seiner Bande anschlossen.

Obgleich der Wald reich war an Wild, meinte Robin doch, dass sie auch noch anderes brauchten, was ohne Geld nicht zu besorgen war; und weil er dachte, dass ihn die Mönche, die ihn seines Besitzes beraubt hatten, eigentlich damit versehen müssten, forderte er von jedem Priester, der vorbei kam, eine Abgabe. Das Geld verteilte er an die armen Bauern in der Gegend.

Der Bischof von Hereford unternahm mehrere Fahrten in den Wald von Sherwood, um Robin gefangen zunehmen und ihn an den Galgen zu bringen. Aber Robin Hood entkam ihm stets.

König Richard Löwenherz hatte oft von der wunderbaren Geschicklichkeit Robin Hoods und seiner Bande gehört und von ihren großmütigen Taten, und er begehrte sie zu sehen. Als Mönch verkleidet bestiegen der König und zwölf seiner Hofleute die Pferde und machten sich auf zum Wald Sherwood. König Richard ritt vorweg. Robin hielt ihn für den Abt und wollte auch ihn berauben.
„Wir sind aber Sendboten des Königs“, sagte Richard. Als Robin das hörte, ließ er den Zügel los und sagte: „Gott sei mit ihm! Und möge er all seine Feinde verderben!“ Da sprach der König Löwenherz zu Robin Hood: „Sieh deinen König an!“ und machte den Mönchsumhang auf, sodass die königlichen Abzeichen zu sehen waren. Sogleich fielen Robin und seine Bogenschützen auf die Knie vor ihm. „Steht auf, meine wackeren Burschen, Euer Anführer ist nun Graf von Huntington.“

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