Katapulte und Rammen

Als eine äusserst effektive Waffe zur Belagerung von Burgen diente seit dem Hochmittelalter das Katapult. Bei diesen Wurfmashinen wurde mit Hilfe eines Gegengewichts ein langer Hebearm in Bewegung gesetzt, der Steine und andere Gegenstände über mehrere hundert Meter schleudern konnte. Der hohe Wert der Schleudern gestand nicht zuletzt darin, neben Steingeschossen nahezu alles zur Munitionieren verwenden zu können was Schaden stiften und dem Gegen die Aussichtslosigkeit seiner Lage verdeutlichen konnte. Leichen Tiere, Fäkalien oder Feuergeschosse waren dabei durchaus erprobte Kampfmittel.

Katapulte

Das Katapult

Von den Belagerungen der Burg Berwartstein, in der Nähe von Annweiler, wurden mehr als 100 kopfgrosse Steinkugeln gefunden, von denen heute allerdings nur noch wenige vorhanden sind. Die Belagerer rundeten die Steine zu halbwegs kugelartigen Gebilden und verliehen ihnen eine möglichst annähernd gleiche Schwere. Das Gewicht der Steingeschosse musste ungefähr übereinstimmen, um die Treff Genauigkeit der Wurfmaschine zu erhöhen. Das Geschossgewicht, dessen genaue Bestimmung eine Voraussetzung zielgerechter Adjustierung der Katapulte war, hat generell ein wichtige Rolle gespielt. Wurfweiten zwischen 400 und 500 Meter waren für die grösseren Maschinen problemlos zu bewältigen. Das schwere Kriegsgerät war relativ problemlos abzubauen und von einem Ort zu einem anderen Ort zu transportieren.

Tags:

Comments are closed.