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Als eine äusserst effektive Waffe zur Belagerung von Burgen diente seit dem Hochmittelalter das Katapult. Bei diesen Wurfmashinen wurde mit Hilfe eines Gegengewichts ein langer Hebearm in Bewegung gesetzt, der Steine und andere Gegenstände über mehrere hundert Meter schleudern konnte. Der hohe Wert der Schleudern gestand nicht zuletzt darin, neben Steingeschossen nahezu alles zur Munitionieren verwenden zu können was Schaden stiften und dem Gegen die Aussichtslosigkeit seiner Lage verdeutlichen konnte. Leichen Tiere, Fäkalien oder Feuergeschosse waren dabei durchaus erprobte Kampfmittel.

Katapulte

Das Katapult

Von den Belagerungen der Burg Berwartstein, in der Nähe von Annweiler, wurden mehr als 100 kopfgrosse Steinkugeln gefunden, von denen heute allerdings nur noch wenige vorhanden sind. Die Belagerer rundeten die Steine zu halbwegs kugelartigen Gebilden und verliehen ihnen eine möglichst annähernd gleiche Schwere. Das Gewicht der Steingeschosse musste ungefähr übereinstimmen, um die Treff Genauigkeit der Wurfmaschine zu erhöhen. Das Geschossgewicht, dessen genaue Bestimmung eine Voraussetzung zielgerechter Adjustierung der Katapulte war, hat generell ein wichtige Rolle gespielt. Wurfweiten zwischen 400 und 500 Meter waren für die grösseren Maschinen problemlos zu bewältigen. Das schwere Kriegsgerät war relativ problemlos abzubauen und von einem Ort zu einem anderen Ort zu transportieren.

Die Denare Anewilre war eine Münze, die in Annweiler zur Zeit der Staufer geprägt wurde. Da Teile der Einnahmen der nahegelegenen Annweiler Münzst.tte dem weiteren Ausbau des Trifels zugute kommen sollte, überrascht es nicht. In einer Urkunde der Zisterzienserabtei Eußerthal von 1277 werden Annweiler Münzen explizit erwähnt: pro tribus libris denaniorum Anewilre.
Muenzen-cVor allem die Staufer beförderten das königliche Münzwesen. Als Friedrich I. 1152 zum König gewählt wurde, befand sich das Münzwesen in einer Phase des regionalen Pfennigs. Ausserdem wurden im 12. Und 3. Jahrhundert Denare geprägt. Durch den Währungszwang war der Münzumlauf territorial begrenzt. Der Zahlungsverkehr an einzelnen Marktorten musste mit bestimmten Münzen abgewickelt werden. Wer auf dem Markt handeln wollte, musste dort in gültige Münzen wechseln.

Um 1250 verbreitete sich mehr und mehr der Heller, ein Pfennig aus dünnem Silberblech. Aus der Stadtrechtsurkunde Friedrich II. aus dem Jahre 1219, die „vor göttlicher Maiestät und aus besonderer Vorliebe Denare Anewilrefür die darob liegende Burg“ angestellt wurde, geht eine enge Verbindung zwischen der Stadt Annweiler und Burg Trifels hervor. Um eine sichere materielle Grundlage für die Erhaltung der herrschaftlichen und repräsentativen Funktionen während der Abwesenheit des Königs zu gewährleisten, wurde der Schlagschatz au der städtischen Münze für die Burg bestimmt. Die im 13 Jhd. einsetzende Übertragung des Münzrechts an Städte durch die Könige war eine Neuerung. Sie diente der Sicherung der Herrschermacht sowie der Erbauung und Erhaltung entsprechender Befestigungsanlagen. Annweiler war die erste Stadt, die als solche im mittelalterlichen Deutschland das Münzrecht inne hatte.

In der Kueche im Mittelalter zur Zeit von Richard Löwenherz wurde all das verarbeitet, was in der Umgebung zu finden war. So werden beispielsweise in Urkunden des 12. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts nicht nur für den südpfälzischen Raum so typische Weinberge erwähnt, sondern auch Obstgärten, Fruchtbäume, Weideland und Eichelmastgebiete für alle Arten von Vieh, Schafe, Hühner oder Waldpferde.
Viele Korn- und Getreidearten wurden verarbeitet, z.B. Roggen, Weizen, Spelze, Hafer, Gerste, daneben Erbsen, Bohnen, Linsen, aber auch Molkereiprodukte und Teigwaren.

Küche im Mittelalter

Eine Seite aus dem mittelalterlichen Kochbuch „Von guoten Speysen“

Schriftliche Zeugnisse sind darüber hinaus von Kräutergärten, Mühlen und Fischteichen erhalten, die einen Einblick in die Ernährungsgewohnheiten der mittelalterlichen Menschen im pfälzischen Raum erlauben. Zahlreiche Bäche, die vom Pfälzerwald zum Rhein verliefen, wurden von Klöstern oder Bauern zu Fischteichen aufgestaut (Wooge). Die alten Süßwasserfischarten wie Forelle, Rotaugen, Zander, Hecht und Karpfen ernährten die Menschen in der regionalen Küche. Auch nahe des Zister zienserklosters Eußerthal wurde der Eußerbach zum 450 m langen Schweinswoog aufgestaut, in dem schon früher Forellen gezüchtet wurden.

 

Brot-Maedchen

Löwenherzfest in Annweiler

Bei der Kueche im Mittelater muss unterschieden werden zwischen Herrenspeise und Bauernmahl. Das aus fein gemahlenem Weizenmehl gebackene Weißbrot blieb zumeist der Herrentafel vorbehalten, während Hafer- und Roggenbrot eher auf dem bäuerlichen Tisch zu fi nden war. Dort ergänzten Getreidebreie, insbesondere aus Hafer und Gerste, mancherorts auch aus Dinkel oder Hirse die Grundnahrung.

 

Taverne_Baumstriezel

Reichhaltiges Angebot auf dem Richard Löwenherz Fest

Von den Fleischsorten blieb das Wild dem Adel und Klerus reserviert, denn das Jagdprivileg verbot der gemeinen Bevölkerung vielfach den Zugriff auf Wildschweine, Hirsche, Rehe oder Hasen. Auch Federwildarten wie Wachteln, Fasane, Rebhühner, Wildenten oder Tauben blieben dem Adel vorbehalten. Auf dem Bauernhof wurden dagegen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen gehalten, aber auch Hühner, Enten und Gänse. Als Fett dienten in erster Linie Öl, Speck und Schmalz.

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Zum zwölften Mal in Annweiler am Trifels: Das traditionelle Richard Löwenherz Fest1183_klein                               Händler und Handwerker mit ihren Vorführungen mittelalterlicher Handwerkskunst lassen die Besucher das Alltagsleben im 12.-14. Jahrhundert der Stauferzeit erleben.

Pergament-Herstellung und Buchbinderei für ein Scriptorium Clericale, Papierschöpfung und Kalligrafie, der Bau einer Drehleier durch Meister Friedrich, die Schmiede-Kunst der Meister Gillandt und Meisner,

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Meister Friedrich

historische Steinmetzarbeit des Lapidarius, Wippdrechselei, Bogenbauer, die Arbeitsweise mittelalterlicher Gerber … das sind nur einige der zahlreichen Attraktionen auf dem Richard Löwenherz Fest MMXVI in Annweiler am Trifels.

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Die Pfalzritter

Erneut dabei die Pfalzritter aus Eußerthal mit ihren spektakulären Ritterkämpfen. Auch die Annweiler Rittergruppe Die Herrenlosen haben wieder ihr Lager aufgeschlagen und lassen die Besucher daran teilhaben.

Eilmeldung. Die Taverne mit Badehaus fällt aus. (29.7./12.ooh- die Red.).

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Feuershow Lux Aeterna

Eine spektakuläre Feuershow mit akrobatischen Höhepunkten wird von Lux Aeterna entfacht, einer der besten Feuer-Artisten der Mittelalter-Szene.

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Spielleute Skadefryd

Mit Musik und Tanz sorgen Musica Canora, Skadefryd, Gugelhupf und Faux Pas auf zwei Bühnen und auf den Plätzen und in den Gassen der Altstadt für mittelalterlichen Wohlklang.

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Kinder-Rittertunier

Mit viel Unterhaltung für die Familie, Groß und Klein: Kinder-Ritter-Turnier in der World of Magic, Kinder-Armbrustschießen im Madrix Wunderland, Rittergeschichten im Marionetten-Thater, Märchenerzähler, handbetriebenes Karussell und eine spannende Schnitzeljagd: Der Löwenherz-Parcours.

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Der Magier Shri Magada

Dazu der Zauberer Shri-Magada aus dem fernen Orient und allerlei sonstige lustige Gestalten zur Freude der Besucher.

Wer eher mehr dem „Mittelalter-Shopping“ zugeneigt ist, wird bei den Händlern und Kunsthandwerkern viel Neues von hoher Qualität entdecken.

Traditionell kommt aber auch Speis und Trank nicht zu kurz. Neue Erlebnis-Tavernen und Garbrätereyen erfüllen alle Getränkewünsche und sättigen hungrige Mägen.

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Reichhaltige Tavernen in den Strassen der Altstadt

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Garbräterey

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Annweiler am Trifels und Richard Loewenherz sind eng miteinander verbunden. Von einer kleinen fränkischen Ansiedlung wohl des 7. oder 8. Jahrhunderts, entwickelte sich Annweiler am Trifels  im Laufe der Jahrhunderte zum Mittelpunkt der Region, ohne aber im industriellen Zeitalter die Grenzen einer Kleinstadt zu überschreiten. Der Trifels und zahlreiche weitere Burgruinen in unmittelbarer Nähe, wie Burg Meistersel, Ramburg oder Neuscharfeneck, verschaffen der Region eine einzigartige mittelalterliche Aura.

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Die Wassergasse in Annweiler

1116 und 1118 wurde Annweiler am Trifels erstmals urkundlich erwähnt.
Am 14. September 1219 verlieh der Stauferkönig Friedrich II. Annsweiler das Stadtrecht. Damit unterstand Annweiler, das die zweitälteste Stadt der Pfalz nach Speyer ist, unmittelbar dem König. Mit der Stadturkunde erhielt Annweiler auch ein eigenes Münzrecht. Vermutlich befand sich die Münzprägestätte in der Stadt selbst.

Aus dem Privileg Friedrichs II., das „aus besonderer Vorliebe für die darob liegende Burg“ ausgestellt wurde, geht eine unzweifelhafte Verbindung zwischen der Stadt Annweiler und Burg Trifels hervor. Seit Beginn des 12. Jahrhunderts ist die Anlage eindeutig als Reichsburg nachgewiesen.
Die Burg stammt vermutlich aus dem 11. Jahrhundert, 1081 wird erstmals ein Diemar von Trifels als Namensträger der Burg erwähnt.
Im Zeitraum zwischen 1125 und 1298 wurden die Reichskleinodien tatsächlich auf der Burg aufbewahrt.

Annweiler am Trifels und Richard Loewenherz – dabei denkt man noch heute an die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz, der 1193 auf dem Trifels arretiert war. Die Ereignisse gaben allerlei Nährstoff für moderne Sagen wie die des Minnesängers Blondel.

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Kaiser Heinrich VI mit Rittern und Edelleuten am Annweiler Stadttor.

Auch der sagenhafte Normannenschatz, den König Heinrich VI. im Juni 1195 auf den Trifels bringen ließ, öffnet bis heute Raum für viele Spekulationen und Geschichten. Annweiler am Trifels und Richard Löwenherz sind die Kernelemente des traditionellen Richard Löwenherz Fest in den Strassen und auf den Plätzen der Alstadt.

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Der Trifels

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Buchmalereien, Texte und Urkunden wurden im Mittelalter auf Pergament geschrieben.
Die Pergamentherstellung aus der Haut von Ziegen, Schafen und Kälbern war Sache von Pergamenten, ähnlich dem Handwerk der Gerber.  Die Beschriftung erfolgte nahezu ausschliesslich in den klösterlichen Schreibstuben.

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Pergamentherstellung im Mittelalter

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Nonne als Buchmalerin im Scriptorium Clericale

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Scriptor Yan

Pergament-Herstellung und klösterliche Beschriftung wird im Scriptorium Clericale gezeigt.

Die Schmiede-Kunst der Meister Gillandt und Meisner, erfahrene Schmiedemeister, kann man in ihren mittelalterlichen Werkstätten bestaunen.

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Meister Friedrich beim Drehleierbau

Die Marktbesucher können Meister Friedrich beim Drehleierbau zusehen und erleben, wie eine sogenannte Symphonia nach Vorbildern aus dem 13./14. Jhd. gebaut wird. Auf einer mittelalterlichen Wippbogen-Drechselbank werden Teile für die Drehleier angefertigt. Auch kann man ein nachgebautes Exemplar eines Organistrums bewundern, die erste Drehleier überhaupt aus dem 11. Jahrhundert.

Lapidarius

Lapidarius, der mittelalterliche Steinmetz

Burgstelen, Schrifttafeln, in Stein gehauene Wappen… die Besucher können dem historische Steinmetzarbeit Lapidarius bei der Arbeit zusehen.
Auch der Glasbläser Harald ist wieder dabei und bietet seine selbstgefertigen Kunstwerke aus Glas an.

Glasblaeserei

Der Glasbläser

Wippdrechseley

Wippdrechseley

Brettchenweben

Brettchenweben

Gerber

Der Gerber Olaf

Eine Wippdrechseley, das Brettchenweben und den Bürstenmacher Megerle (In Ramberg bei Annweiler ist das Bürstenmacher-Handwerk seit Jahrhunderten zu Hause) sind ebenso auf dem Richard-Löwenherz-Fest zu erleben, wie die Arbeit des Gerbers und des Weidenflechters.

Aber auch, wer eher mehr dem Mittelalter-Shopping zugeneigt ist, wird bei den Handwerkern und Händlern viel Neues von hoher Qualität entdecken.

Das Handwerk im Mittelalter wurde erst im 12. Jahrhundert durch freie Leute als Handwerker ausgeübt. Da die Bauern im Frühmittelalter für ihren eigenen Bedarf produzierten, standen Handwerker zunächst unter der Hörigkeit der politischen und weltlichen Grundherrschaft. Bauern sahen das Handwerk als Nebenerwerb an. Erst mit dem Aufblühen der Städte, gelang es das Handwerk im Mittelalter zu verselbstständigen. Im Hochmittelalter und mit der Städtebildung verlagerte sich der Schwerpunkt dann in urbane Zentren.

Handwerk

Handwerk im Mittelalter

Traditionell kann man auf dem Richard-Löwenherz-Fest die mittelalterlichen Handwerk im 12. -14. Jahrhundert erleben.
Mehr als 40 Handwerker und Händler stellen ihre Handwerks-Kunst dar und bieten ihre hochwertigen Waren feil.

Dieses Jahr, A.D. MMXVI, gibt es auf zwei Bühnen ein umfangreiches Programm. Und auch auf allen Plätzen und Gassen in der Annweiler Altstadt verblüffen Gaukler und Zauberer mit ihren Künsten. Und sonderbare Gestalten sorgen für allerley Kurzweyl zur Freude der Festbesucher.

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Shri-Magada, der mittelalterliche Reisende aus fernen Landen, beeindruckt mit seiner orientalischen Magie, auf den Bühnen und auch mitten unter den Marktbesuchern. Zum Greifen nah und doch unfassbar.

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Das Duo Lux Aeterna verzaubert Groß und Klein mit märchenhaftem Feuertanz. Spectakuläre Feuereffekte und sprühender Funkenregen verschmelzen mit ausdrucksstarkem Tanz zu einer eindrucksvollen Feuerperformance. Daneben bietet Lux Aeterna aberwitzige Gaukelei, Jonglage und Stelzenlauf-Artistik.

Musik-Tier

Nashoch Himilsanc, das Musik-Tier, lässt mit unterschiedlichen Tier- und Fabelmasken und historischen Instrumenten längst vergangene Zeiten wieder auferstehen. Aufführungen mit Tiermasken sind aus dem Mittelalter zahlreich historisch belegt. Die Rolle des Tiermenschen wurde u.a. dazu benutzt, die menschlichen Laster symbolisch darzustellen.
Auch der Ablassprediger Quadroculus kommt dieses Jahr nach Annweiler. Auf dem Richard Löwenherz Fest befreit er reuige Pfälzer Sünder mit seinen Ablassbriefen gegen wenige Denare von ihren Sünden.

Ablassprediger_4

Die Wahrsagerey darf auf dem Richard Löwenherz Fest auch nicht fehlen. Für alle, die einen (unverbindlichen) Blick in die Zukunft werfen wollen, hat die Wahrsagerin „Schneeweiss“ wieder ihr Zelt aufgeschlagen. Wer im Mittelalter behauptete, die Zukunft vorhersagen zu können, wurde bewundert, gefürchtet und gejagt. Solange die Behauptungen eintrafen oder so formuliert waren, dass man ihren Wahrheitsgehalt nicht ganz abstreiten konnte, war ein Hellseher überall angesehen. In der Dorfwirtschaft konnte er ganze Tische für sich begeistern und auch an den Fürstenhöfen fand er Einlass und freie Kost und Logis.

Garbraeterey war etwas für die Tische des Adels, wobei Wild nur eine geringe Rolle spielte. Schwein und Huhn waren die wichtigsten Fleischlieferanten. Das Fleisch wurde von Alters her gebraten oder gesotten, geräuchert oder gedörrt. Gewürzt wurde mit Essig, Salz und süssem Honig. Das änderte sich dann im Hoch- und Spätmittelalter.

Taverne mit Garbraetery auf dem Richard-Löwenherz-Fest in Annweiler

Taverne mit Garbraetery auf dem Richard-Löwenherz-Fest in Annweiler

Schon Richard Löwenherz verzehrte in seiner Gefangenschaft auf der Burg Trifels, wie überliefert ist, Fleisch-
gerichte mit deutlich aufwändiger und raffinierter Zubereitung. Er musste daher auch ausser dem Lösegeld noch die Unkosten für seine Verpflegung an Kaiser Heinrich VI bezahlen. Durch den sich im Gefolge der Kreuzzüge ausbreitenden europäischen Handel kamen bei den Edlen und auch bei den reichen Kaufleuten und Lehnsherren zunehmend auch exotischere Speisen mit kostbaren Gewürzen auf den Tisch.Gerade der Safran wurde in grossen Mengen verwendet. Die Speisen waren allgemein scharf gewürzt.

Garbraeterey_1

Garbraeterey

Neben anderen ist auch der Wildherzog mit Taverne und Garbraeterey dieses Jahr auf dem Richard-Löwenherz-Fest in Annweiler am Trifels.